Direkte MwSt./USt.-Registrierung in Italien

Umsatzsteuerliche Registrierung zur Erfüllung Ihrer MwSt./USt.-Pflichten in Italien!

Wir übernehmen für Sie alle notwendigen Maßnahmen für die direkte MwSt.-Registrierung (= USt.-Registrierung) in Italien. Außerdem erstellen wir für Sie die laufenden Abrechnungen und Meldungen zur Erfüllung Ihrer MwSt.-Verpflichtungen in Italien.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches, kostenloses Erstgespräch. Tel.: +39 0474 572900, E-Mail: info@graber-partner.com


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Definition
Durch die direkte Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer‐Registrierung in Italien (ital. „Identificazione diretta ai fini I.V.A.“; engl. „VAT Registration“), auch „Direktidentifizierung“ oder „Direktanmeldung“ genannt, können nicht ansässige Unternehmen aus anderen EU‐Ländern ihren MwSt./USt.‐Verpflichtungen in Italien nachkommen. Geregelt ist dies im Artikel 35-ter des italienischen MwSt.-Gesetzes (DPR 633/1972).

Alternativ ist auch die Abwicklung über einen Fiskalvertreter in Italien möglich, welcher inhaltlich mit der Direktidentifizierung identisch ist. Für Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten ist nur die Fiskalvertretung in Italien vorgesehen.
Wann ist die Direktidentifizierung notwendig?
Die folgende Auflistung stellt ohne Anspruch auf Vollständigkeit die häufigsten Sachverhalte dar.

Warenverkäufe an italienische Privatpersonen 
 (B2C – Business to Consumer)
Besonders häufig ist dabei der Online-Handel (e-commerce).Sobald die Lieferschwelle von 35.000 € jährlich überschritten wird, ist eine Registrierung in Italien inkl. Ausweisung und Bezahlung der ital. MwSt.(normalerweise 22 %) notwendig. Diese Regelung gilt auch für Verkäufe an nicht gewerbliche Körperschaften und an nicht in Italien ansässige Unternehmen. 

Beispiel: Der Online‐Shop DE beliefert Privatkunden in Italien. Der Online‐Shop DE muss sich vor Überschreitung der Lieferschwelle in Italien zu USt.‐Zwecken registrieren und an die italienischen Privatkunden die Ware mit italienischer MwSt. verkaufen.

Lieferung an ein Lager in Italien aus einem EU-Staat
Eigentum und Verfügbarkeit der Ware verbleibt beim eigenen Unternehmen. Die „Verbringung“ dieser Waren muss dem Zollamt mittels Intrastat-Meldung (zusammenfassende Meldung) über die MwSt.-Registrierung mitgeteilt werden.

Import von Ware aus einem Nicht-EU-Staat mit Verzollung in Italien
Die MwSt.-Registrierung dient dazu, die zollrechtlichen Bestimmungen zu erfüllen. Die Einfuhrumsatzsteuer muss in Italien bezahlt werden. Dies gilt auch für Amazon-Lager in Italien, welche über „Fulfillment by Amazon (FBA)“ beliefert werden.

Übernahme der Intrastat-Meldepflichten des Kunden (B2B)
Kleinere Unternehmen möchten häufig den bürokratischen Aufwand der Intrastat-Meldung (zusammenfassende Meldung) bei Einkäufen aus einem EU-Staat meiden. Diese Pflicht kann vom  Verkäufer über die MwSt.-Registrierung übernommen werden.


Lohnveredelung in Italien
Lieferung von Waren nach Italien zur Bearbeitung und anschließender Ausfuhr in einen anderes Land.

Verkäufe auf Messen in Italien
Bereits ab dem ersten Euro muss mit italienischer MwSt. verkauft werden.

Dienstleistungen mit Leistungsort in Italien für Privatpersonen
gilt  auch für nicht gewerbliche Körperschaften und für nicht in Italien ansässige Unternehmen.

Beispiel: Das Handwerksunternehmen DE führt Malerarbeiten am Haus des Privatkunden in Italien durch (Grundstücksleistung). Die Rechnung wird mit ital. MwSt. gestellt und diese ist in Italien abzuführen.


Erfüllung der Reverse-Charge-Pflichten
Sofern die Steuerschuld vom leistenden Unternehmen auf den Auftraggeber übergeht, benötigt der Auftraggeber eine MwSt.-Registrierung.

Beispiel: Ein Unternehmen DE führt Bauleistungen in Italien durch und beauftragt ein Subunternehmen mit der Durchführung. Das Subunternehmen stellt eine Rechnung ohne MwSt. und die Steuerschuldnerschaft geht auf den Auftraggeber über. Das Unternehmen DE benötigt eine MwSt.-Registrierung, um das Reverse-Charge-Prinzip anwenden zu können. 

Das Reverse-Charge-Prinzip findet bei diversen anderen Geschäftsfällen Anwendung und muss je nach Fall genau geprüft werden. Spezielle Reverse-Charge-Regelungen haben gegenüber der allgemeinen Vorrang. 


Veranstaltungsleistungen mit Leistungsort Italien
Der  Eintritt zu Veranstaltungen und damit verbundene Leistungen sind in Italien umsatzsteuerpflichtig, sowohl für B2C als auch für B2B.

Personentransport in Italien
Wenn der Auftraggeber eine  Privatperson, eine nicht gewerbliche Körperschaft oder ein nicht in Italien ansässiges Unternehmen ist.

Ablauf der Registrierung
Das Unternehmen beantragt eine Registrierung zu MwSt.-Zwecken beim zuständigen Steueramt in Pescara (Agenzia delle Entrate – Centro operativo di Pescara) und erhält dadurch eine italienische MwSt.-Nummer (UID-Nummer). Wir können für Sie die damit verbundenen Obliegenheiten (Zusammenstellen der Unterlagen, Ausfüllen der Formulare, Übersetzung der Dokumentation usw.) übernehmen und fungieren somit als Bindeglied und Ansprechpartner zum italienischen Steueramt. 
Pflichten der direkten Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer‐Registrierung

Je nach Geschäftsfall können folgende Verpflichtungen entstehen:

  • Führung der MwSt.-Buchhaltung und MwSt.-Register
  • MwSt.‐Quartalsmeldung (USt.-Voranmeldung) und Einzahlung der MwSt.‐Schuld
  • MwSt./USt.‐Vorauszahlung
  • MwSt.‐Jahreserklärung
  • Meldung der Ein- und Ausgangsrechnungen, Intrastat-Meldung (=ZM) usw.
  • MwSt.-Rückvergütung
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Für ein unverbindliches, kostenloses Erstgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ihre Ansprechperson ist Herr Manuel Leitner.

manuel-leitner

Tel.: +39 0474 572900
Mail: info@graber-partner.com
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