Überschreitung Lieferschwelle
nach Italien

Wir begleiten Sie bei der nötigen USt.-Registrierung in Italien und den laufenden Meldungen

Bei Überschreitung der Lieferschwelle nach Italien (derzeit 35.000 €, auch Versandschwelle oder Versandhandelsschwelle genannt) an Privatkunden müssen sich EU-Unternehmen in Italien zu MwSt.-Zwecken registrieren. Dies entspricht der sogenannten direkten MwSt.-Registrierung in Italien oder auch Umsatzsteuerregistrierung in Italien (= USt.-Registrierung) genannt. Die Regelung findet vor allem im E-Commerce-Bereich von Onlineshops bei Warenlieferungen an Privatpersonen nach Italien Anwendung.
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Definition und Erläuterungen
Die Lieferschwelle betrifft Unternehmen die Umsätze mit Privatpersonen aus anderen EU-Staaten tätigen, und wenn die betreffenden Liefergegenstände selbst in das betreffende Land befördert oder versendet hat (also keine Abhollieferung vorliegt).

Die Versandhandelsschwelle legt fest, ab welchem Umsatz ein Lieferant die Umsatzsteuer des Ziellandes bezahlen und sich dort steuerlich registrieren lassen muss. Das jeweilige EU-Land entscheidet dabei, ab wann es ausländische Unternehmen seiner Besteuerung unterwirft. So bestimmt z. B. Italien, wann sich ein deutsches oder österreichisches Unternehmen aufgrund der Überschreitung der Versandschwelle registrieren muss. Die Registrierung ist sofort ab Überschreitung der Schwelle nötig. Nachdem diese einige Zeit in Anspruch nimmt, sollten Versandhandelsunternehmen diese Schwelle stets im Blick behalten. Sollte die Handelsschwelle nach Italien bereits im Vorjahr überschritten worden sein, so muss im Folgejahr sofort mit italienischer USt. fakturiert werden, die Versandschwelle von 35.000 € nach Italien gilt dann nicht mehr.

Die Versandhandelsregelung oder Versandhausregelung ist Teil der umsatzsteuerlichen Ortsbestimmung und bewirkt im Grundsatz, dass die Umsatzsteuer bei Versendungen an Privatpersonen innerhalb der EU im Land des Empfängers zu besteuern sind. Der Begriff „Versandhandelsregelung“ ist missverständlich, weil die Regelung für Unternehmer aller Branchen anwendbar ist.

Die Lieferschwelle beträgt in den meisten Ländern 35.000 €, Maximalbetrag ist derzeit 100.000 €.
Lieferschwellen für die einzelnen Länder:
MitgliedstaatBetrag in EuroBetrag in heimischer Währung MitgliedstaatBetrag in EuroBetrag in heimischer Währung
 Belgien35.000   Luxemburg100.000  
 Bulgarien35.791 70.000 BGN  Malta35.000  
 Dänemark37.595 280.000 DKK  Niederlande100.000  
 Deutschland100.000   Österreich35.000  
 Estland35.000   Polen37.859 160.000 PLN 
 Finnland35.000   Portugal35.000  
 Frankreich35.000   Rumänien26.700 118.000 RON 
 Griechenland35.000   Schweden34.366 320.000 SEK 
 Großbritannien97.656 70.000 GBP  Slowakei35.000  
 Irland35.000   Slowenien35.000  
 Italien35.000   Spanien35.000  
 Kroatien36.291 270.000 HRK  Tschechien44.873 1.140.000 CZK 
 Lettland35.000   Ungarn35.000  
 Litauen35.000 125.000 LTL  Zypern35.000  

Bei Fremdwährung kann es leichte Abweichungen geben, da diese in regelmäßigen Abständen an den Euro angepasst werden. Siehe https://ec.europa.eu/taxation_customs/sites/taxation/files/resources/documents/taxation/vat/traders/vat_community/vat_in_ec_annexi.pdf

Operative Vorgehensweise und Pflichten bei Überschreitung der Lieferschwelle nach Italien (klicken zum Vergrößern):
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Für ein unverbindliches, kostenloses Erstgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ihre Ansprechperson ist Herr Manuel Leitner.

manuel-leitner

Tel.: +39 0474 572900
Mail: info@graber-partner.com
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