Das Eigenkapital (patrimonio netto) stellt in der Betriebswirtschaft und Rechnungslegung denjenigen Anteil am Vermögen eines Unternehmens dar, der nach Abzug sämtlicher Verbindlichkeiten den Eigentümern oder Gesellschaftern gehört. Als zentraler Bilanzposten bildet es die Grundlage für die Beurteilung der finanziellen Substanz und Stabilität eines Unternehmens.
Eigenkapital spielt in vielen Kontexten eine entscheidende Rolle:
Das Eigenkapital besteht aus verschiedenen Bilanzkomponenten, die sowohl die von den Eigentümern eingebrachten Mittel als auch im Unternehmen belassene Gewinne widerspiegeln. Bestandteile hierfür sind:
Diese Bestandteile geben einen umfassenden Überblick darüber, wie viel Kapital die Eigentümer eingebracht haben, welche Mittel im Unternehmen verbleiben und wie Gewinne verwendet werden.
In der Bilanz wird das Eigenkapital auf der Passivseite ausgewiesen, neben dem Fremdkapital. Es zeigt, wie die Vermögenswerte des Unternehmens finanziert werden – durch Eigenmittel der Eigentümer oder durch Verpflichtungen gegenüber Dritten.
Ein hoher Eigenkapitalanteil stärkt die wirtschaftliche Widerstandskraft eines Unternehmens, da mehr eigene Mittel zur Risikodeckung verfügbar sind. Eine niedrige Eigenkapitalquote deutet hingegen auf eine stärkere Abhängigkeit von Fremdkapital und potenziell höhere Risiken hin.
Für die Beurteilung der finanziellen Stabilität und Kapitalstruktur eines Unternehmens sind insbesondere folgende Kennzahlen relevant:
Das Eigenkapital (patrimonio netto) ist ein zentraler Indikator für die wirtschaftliche Gesundheit eines Unternehmens. Es zeigt, welcher Anteil des Vermögens den Eigentümern gehört, wie stabil die Finanzierung strukturiert ist und wie effizient das Kapital eingesetzt wird. Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und ROE liefern Unternehmern und Investoren wertvolle Grundlagen für Entscheidungen in den Bereichen Finanzierung, Investition und Risikomanagement.