loader

Arbeiten im Home-Office in Italien

05.06.2020

Aufgrund der technischen Möglichkeiten und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird das Home-Office Konzept für Unternehmen und deren Arbeitnehmer immer interessanter. Wenn ein Unternehmen seinem Arbeitnehmer erlaubt, seine Tätigkeit ganz oder teilweise vom heimischen Büro aus zu verrichten, spricht man von einem Home-Office. Der Arbeitnehmer ist dabei mittels lohnabhängigem Arbeitsverhältnis gemeldet und dementsprechend auch versichert.

Für Unternehmen ohne feste Geschäftseinrichtung in Italien bietet das Home-Office häufig eine gute und kostengünstige Alternative zur Anmietung von Büroräumen. Voraussetzung dafür ist die Registrierung als Arbeitgeber in Italien. Details hierzu finden Sie auf unserer Seite Anmeldung Arbeitnehmer in Italien.

Um das Arbeiten im Home-Office zu vereinbaren, muss lt. italienischen Bestimmungen eine schriftliche Vereinbarung getroffen werden bzw. dies bereits im Arbeitsvertrag integriert werden. Die notwendigen Mittel, um der Tätigkeit nachkommen zu können (z. B. Computer, Drucker, Handy, Büromaterial, eventueller Anteil an Miete oder Heizungskosten) stellt im Normalfall der Arbeitgeber zur Verfügung, was aber auch anderweitig vereinbart werden kann.

Regeln & Besonderheiten beim Arbeiten im Home Office in Italien
Unabhängig davon, ob sich der Arbeitsplatz des Arbeitnehmers im Firmengebäude oder zu Hause befindet, gelten dieselben Regeln, d.h. es gelten feste Arbeitszeiten (und auch nur in diesen muss der Arbeitnehmer erreichbar sein) und es müssen auch die in Italien vorgeschriebenen Bestimmungen zur Arbeitssicherheit eingehalten werden. Natürlich muss in solchen Fällen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Vertrauensverhältnis bestehen, da nicht bzw. nur schwer kontrolliert werden kann, wie viel Zeit der Arbeitnehmer effektiv am Arbeitsplatz verbringt.

Mit entsprechenden Lohnvereinbarungen (z. B. Überstundenpauschale) kann dem entgegen gewirkt werden. Zudem kann eine "Collaboration-Software" mit Funktionen wie Zeiterfassung, virtueller Stempeluhr, Arbeitszeit pro Aufgabe uvm. dabei helfen, die Arbeit im Home-Office besser zu koordinieren und das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu stärken. Eine Besonderheit bei Arbeitnehmern im Home-Office stellt die Haftung der italienischen Unfallversicherung (INAIL) dar, da oftmals nicht genau definiert werden kann, ob sich ein Arbeitsunfall im Zuge der beruflichen Aufgaben ereignet hat oder nicht. Z.B. stürzt der Arbeitnehmer auf dem Weg zur Toilette, wird dies bei einem Arbeitnehmer mit Arbeitsort im Firmengebäude als Unfall gewertet, bei einem Arbeitnehmer im Home-Office hingegen nicht. 

Besonderheiten für Unternehmen ohne feste Geschäftseinrichtung in Italien: Ein reines Home-Office löst noch keine Betriebsstätte in Italien aus, jedoch muss vor der Anmeldung des Arbeitnehmers in Italien immer auch die genaue Tätigkeit und das Aufgabengebiet geprüft werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann diese Anstellung nämlich de facto eine Betriebsstätte auslösen, z.B. bei Vertriebsmitarbeitern, Details hierzu finden Sie auf unserer Seite zur Betriebsstätte in Italien.

News & Rundschreiben
07.07.2020
Häufig gestellte Fragen zum Thema: Neue Steuerreduzierung
Frage: Entstehen dem Unternehmen zusätzliche Kosten? Antwort: Nein! Die neue Steuerreduzierung wird im ...
weiterlesen
07.07.2020
Top Company Award 2020
Beim Top Company Award werden Unternehmen von ihren Mitarbeitern anonym bewertet. Zum wiederholten Male haben ...
weiterlesen
07.07.2020
Handelskammer – Kontrolle PEC-Adressen, Strafen
Die Handelskammer Bozen prüft derzeit verfallene, ungültige PEC-Adressen und leitet ein Verfahren zur ...
weiterlesen
07.07.2020
In eigener Sache – Kernkompetenz
Wir sind stets bemüht, unsere Dienstleistungen klar und transparent zu kommunizieren und erkennbar zu machen, ...
weiterlesen
Rienzfeldstraße 30
39031 Bruneck - Südtirol