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Häufig gestellte Fragen zum Thema Dienstfahrzeug (ital.: vettura di servizio): Fringe Benefit, Kilometergeld & mehr

05.10.2021

Frage: Welche Möglichkeiten gibt es, dem Arbeitnehmer ein Dienstfahrzeug zur Verfügung zu stellen und wie müssen diese im Lohnstreifen berücksichtigt werden?
Antwort: Man unterscheidet zwischen folgenden Varianten:
 

Variante

Behandlung im Lohnstreifen

Dienstfahrzeug, welches auch privat genutzt werden kann

Mittels Fringe Benefit

Dienstfahrzeug, welches nur für berufliche Zwecke genutzt werden kann

Kein Einfluss auf Lohnstreifen

Der Arbeitnehmer benutzt sein eigenes Fahrzeug für berufliche Zwecke

Mittels Rückvergütung Kilometergeld


Frage: Was versteht man unter Fringe Benefit?

Antwort: Wenn ein Mitarbeiter einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt bekommt und diesen auch für private Zwecke nutzen darf, muss dieser sogenannte „geldwerte Vorteil“ (=Fringe Benefit), den der Mitarbeiter durch die Nutzung genießt, auf dem Lohnstreifen versteuert und den Beiträgen unterworfen werden.

Der Betrag (auf welchen die Steuern und Beiträge zu bezahlen sind) geht aus einer dafür vorgesehenen Tabelle des ACI (Automobile Club Italiano) hervor, hängt vom Fahrzeugtyp und ab 01. Juli 2020 von der Schadstoffklasse ab.

Frage: Wie wirkt sich das Fringe Benefit auf den Nettolohn des Arbeitnehmers aus?
Antwort: Nachdem der Arbeitnehmer das Fahrzeug samt Kosten für Treibstoff, Versicherung, Wartung usw. auch für private Zwecke nutzen darf, muss, wie oben beschrieben, ein gewisser Betrag den Steuern und Beiträgen unterworfen werden. Dies reduziert daher seinen Nettolohn.

Vereinfachtes Rechenbeispiel

 

Ohne Berücksichtigung Fringe Benefit

Mit Berücksichtigung Fringe Benefit

Bruttolohn

2.000 €2.000 €

Fringe Benefit

0 €200 €

Beiträge (10% auf Brutto + Fringe Benefit)

200 €220 €

Lohnsteuer (15% auf Brutto + Fringe Benefit – Beiträge)

270 €297 €

Netto (Brutto – Beiträge – Lohnsteuer)

1.530 €1.483 €


Frage: Wie funktioniert die Rückvergütung des Kilometergeldes über den Lohnstreifen?
Antwort:
Der Arbeitnehmer erhält eine Rückvergütung der für berufliche Zwecke gefahrenen Kilometer.
Der Betrag errechnet sich lt. ACI-Tabellen des jeweiligen Fahrzeugtyp und der jährlich gefahrenen Kilometer.

Achtung: Da die Rückvergütung weder den Beiträgen noch der Steuer unterworfen wird, müssen die beruflich gefahrenen Kilometer genauestens dokumentiert werden.


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