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Gemeindesteuer auf Immobilien (ital.: ICI/IMU/TASI)

16.10.2019

Die Gemeindeimmobiliensteuer GIS (IMI – imposta municipale immobiliare) betrifft die im Inland liegenden privat und betrieblich genutzten Immobilien - Gebäude, landwirtschaftliche Grundstücke und Baugrundstücke.

Die Steuer wird vom Eigentümer, dem Fruchtnießer oder demjenigen welcher ein anderes dingliches Recht auf die Immobilie innehat, entrichtet. Handelt es sich um eine geleaste Immobilie, ist der Leasingnehmer steuerpflichtig.

Für Gebäude wird zur Berechnung der Steuerbemessungsgrundlage (Katasterwert) der Katasterertrag um 5% aufgewertet, und mit dem entsprechenden Koeffizienten multipliziert:

  • 160: A (Wohnungen), C/2 (Keller, Magazine, Dachböden), C/6, (Garagen und Autostellplätze), C/7

  • 140: C/3 (Werkstätte), C/4 (Gebäude u. Räume für sportliche Tätigkeiten), C/5

  • 55: C/1 (Geschäfte)

  • 80: A/10 (private Büros)

  • 65: D (Produktionsstätten)

Der Katasterwert kann mittlerweile auch direkt den Katasterauszügen entnommen werden.
Die Steuerbemessungsgrundlage von Baugrundstücken entspricht dem Verkehrs- oder Marktwert (valore venale).

Der anzuwendende Steuersatz wird innerhalb des 30. September von der jeweiligen Gemeindeverwaltung für das Folgejahr bestimmt und kann zwischen 2 und 10,6 Promille liegen. Genauso werden die anzuwendenden Steuererleichterungen und -richtlinien von der Gemeinde individuell festgelegt. Die ermittelte Steuerbemessungsgrundlage wird mit dem Steuersatz multipliziert und die daraus sich ergebende Steuer ist in zwei Raten (Juni und Dezember) zu bezahlen.

Beispiel:
Eine 65m²-Wohnung hat einen Katasterertrag von 732 Euro und wird als Zweitwohnung genutzt.
Der Wert der Wohnung beträgt 122.976 Euro (732*5%*160). Die darauf zu zahlende GIS beträgt – je nach Gemeinde – beispielsweise 0,76% also 935 Euro.

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