Formblatt F23 (ital.: Modello F23)

30.09.2026

Das Formblatt F23 (Modello F23) ist ein italienisches Zahlungsformular zur Entrichtung bestimmter Steuern, Gebühren, Sanktionen und anderer Beträge zugunsten des Staates oder anderer öffentlicher Stellen. Es wurde insbesondere für Zahlungen verwendet, bei denen keine Zahlung über das allgemeine Modell F24 vorgesehen ist.

Verwendung des Modells F23

Das Modell F23 wird vor allem für folgende Zahlungen verwendet:

  • Registrierungsgebühren für bestimmte Urkunden und Verträge;
  • Gerichtsgebühren und damit verbundene Abgaben;
  • bestimmte Verwaltungsgebühren und Sanktionen;
  • Zahlungen an bestimmte öffentliche Einrichtungen, für die kein F24 vorgesehen ist.

Ein bekanntes früheres Anwendungsgebiet war beispielsweise die Zahlung der Registrierungssteuer für Mietverträge. Diese Zahlungen erfolgen heute grundsätzlich über andere Verfahren, insbesondere über das „Modell F24 Elide“ oder elektronische Verfahren über die italienische Steuerverwaltung.

Unterschied zwischen F23 und F24

Das Formblatt F23 wird häufig mit dem weiter verbreiteten „Modello F24“ verwechselt. Beide Formulare dienen der Zahlung von Steuern, Gebühren und anderen Abgaben, haben jedoch unterschiedliche Anwendungsbereiche.

Das Modello F24 wird heute für den Großteil der Steuer- und Sozialversicherungszahlungen verwendet. Es ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen auch die Verrechnung von Steuerguthaben mit geschuldeten Beträgen (compensazione).

Das Modello F23 bietet diese Möglichkeit hingegen nicht. Der geschuldete Betrag muss vollständig und ohne Verrechnung mit anderen Guthaben entrichtet werden. Zudem ist das F23 nicht in den allgemeinen elektronischen Zahlungsprozess der italienischen Steuerverwaltung integriert. Die Zahlung erfolgt in der Regel über Banken, Postämter oder andere autorisierte Zahlungsstellen.

Aufbau des Modells F23

Das F23 besteht aus verschiedenen Bereichen, in denen die für die Zahlung notwendigen Informationen angegeben werden.

Dazu gehören insbesondere:

  • persönliche Daten des Zahlers;
  • Angaben zur zuständigen Behörde bzw. zum Amt;
  • der Grund der Zahlung;
  • das Bezugsjahr;
  • die Art der Abgabe über einen entsprechenden Zahlungscode;
  • der zu zahlende Betrag.

Bedeutung in der Praxis

Für Unternehmen und Privatpersonen in Italien ist das „Modell F23“ heute weniger häufig relevant als das „Modell F24“. Dennoch kann es in bestimmten Situationen weiterhin erforderlich sein, insbesondere bei einzelnen Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren.

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